{"id":13694,"date":"2015-04-02T11:44:36","date_gmt":"2015-04-02T09:44:36","guid":{"rendered":"http:\/\/pindosnationalpark.gr\/?page_id=13694"},"modified":"2016-11-17T09:32:08","modified_gmt":"2016-11-17T07:32:08","slug":"geologie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pindosnationalpark.gr\/de\/geologie\/","title":{"rendered":"Geologie"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row row_type=&#8220;row&#8220; use_row_as_full_screen_section=&#8220;no&#8220; type=&#8220;full_width&#8220; angled_section=&#8220;no&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; background_image_as_pattern=&#8220;without_pattern&#8220; css_animation=&#8220;&#8220;][vc_column][vc_column_text]Im n\u00f6rdlichen und zentralen Teil des Nationalparks, d.h. auf Smolikas, Flampouro, Vasilitsa, Tsouka Rossa und die Berge von Lyggos (Augo, Mavrovouni) dominieren die <em>ophiolithischen<\/em> Gesteine. Im Gegensatz dazu dominiert <em>der Kalkstein<\/em>, im n\u00f6rdlichen und westlichen Teil des Parks, d.h. auf Timfi, auf Trapezitsa und Mitsikeli, sowie auch an einigen Stellen in der zentralen (Kousta, Koziakos) und nord\u00f6stlich (Orliakas) Gebiete.<\/p>\n<p>Am ersten Oktober 2010 wurde <strong>die Umgebung der Schlucht Vikos \u2013 Aoos<\/strong>, wegen des gro\u00dfes geologischen und geomorfologischen Wert, als <strong><em>Geopark Vikos \u2013 Aoos<\/em><\/strong> bezeichnet und trat dem <strong>Europaischen Netz der UNESCO als Geopark <\/strong>ein. Das ist nun der vierte anerkannte Geopark in Griechenland \u2013 die anderen drei sind: der fossile Wald von Lesvos, Helmos \u2013 Vouraikos und Psiloritis. Im Geopark Vikos &#8211; Aoos ist die Gebiergskette von Timfi,die Schlucht von Vikos und Voidomatis, die Schlucht von Aoos, der Berg Trapezitsa, Smolikas und Kleftis, das Gebiet der Verbindung der Fl\u00fcsse Aoos, Voidomatis, Sarantaporos und die Thermalquellen von Kavasila und Amarantos eingeschlossen. Der gro\u00dfte Teil des Geoparks ist innerhalb der Grenzen <strong>des Nationalparks von Nord Pindos.<\/strong><\/p>\n<p>Der Zweck der Gr\u00fcndung ist die Auszeichnung, das Hervorheben und der Schutz des Geoparks, als geologisches Naturdenkmal, zusammen mit der Auszeichnung der nat\u00fcrlichen und menschlichen Umwelt in der Region. Dar\u00fcber hinaus soll dieser Geopark von Vikos \u2013 \u0391oos eine zus\u00e4tzliche Touristenattraktion einzigartiger und seltener geologischer und geomorphologischer Denkm\u00e4ler sein.<\/p>\n<p>Im Gebiet des <strong>Nationalparks von Valia Kalda<\/strong> und in den Berggipfel, die sie umgeben, herrschen die Vulkangesteine der Peridotitgruppe (Serpertin u.a.). Diese sind vor etwa 170 Millionen Jahren entstanden. Die Peridotiten befinden sich im Erdmandel ziemlich tief im Vergleich zu der Erdkruste. Die Peridotiten von Valia Kalda wurden in einer Tiefe von \u00fcber 100km von der Erdoberfl\u00e4che gebildet.<br \/>\nVor 170 Millionen Jahren begannen Teile des Erdmandels, auf dem sich die Gesteine von Valia Kalda zuerst gebildet haben, zur Erdoberfl\u00e4che zu steigen. W\u00e4hrend dieses Prozesses sind die Erdmantelgesteine teilweise geschmolzen und dadurch ist Magma entstanden. In dem anderen Teil des Erdmantelgesteins, das nicht geschmolzen ist, befinden sich die Peridotiten, die wir heute sehen. Das Magma fand einen Ausgang in Form von Lava zur Erdoberfl\u00e4che vor allem durch Unterwasservulkane im Meer Tithios. Lava von Unterwasservulkanen kann man in der Region von Pindos finden und insbesondere in Perivoli, in Mikrolivado und in Monahiti. Dieses Lava ist ein Produkt der Verschmelzung der Peridotiten, die an die Oberfl\u00e4che gelangten.<\/p>\n<p>Es gibt aber auch Peridotiten in Valia Kalda, die unver\u00e4ndert sind, seitdem sie im Erdmantelunter demOzean von Tithiosentstanden sind.Diese hartenundscharfen Gesteine bestehen haupts\u00e4chlich aus drei Mineralien und sind die folgende: <em>Olivin<\/em> (grau-gr\u00fcneFarbe), <em>Pyroxengruppe<\/em> (quadratische Formunddunkle Farbe), und <em>Chrom Spinell <\/em>(schwarzenMetallische Farbe). Die Gesteine haben graue und gr\u00fcne Farben wegen ihrer Bestandteile, die sie enthalten, w\u00e4hrend sie von Au\u00dfengolden-gelb sind. Die Mineralien, aus denen diese Gesteine bestehen, geben Anzeichen von gr\u00f6\u00dfer Spannung und Verformung und dadurch k\u00f6nnen wir sehen, wie sich die tektonischen Platten bewegen.<\/p>\n<p>Die Peridotiten, das Lava und die Sedimenten des tiefen Meeres die sich im Ozean befinden, wurden zwischen den tektonischen Platten von Afrika und Europa \u201eangefangen\u201c. Diese tektonische Platten sind am Ende kollidiert. Der ganze Ozean von Tythyos wurde, w\u00e4hrend dieses Zusammensto\u00dfen der tektonischen Platten, vor rund 50 MillionenJahren, zerst\u00f6rt. H\u00e4tten wir heute die obengenannten Gesteine von Valia Kalda nicht, dann w\u00fcssten wir nichts von der Existenzdes Ozeanes von Tythyos.<br \/>\nWenn sich Gesteine wie Peridotitis in der N\u00e4he von Oberfl\u00e4che befinden, durchdringt sie das Wasser, und l\u00e4sste dadurch neue Mineralien entstehen, die bekannt als Mineralien der <em>Serpentingruppe<\/em> sind. Die Gesteine, die aus Serpentin bestehen, hei\u00dfen Serpentingruppe. Es gibt mehrere Serpentingruppen in Valia Kalda, jedoch waren alle davon fr\u00fcher einmal Peridotiten. Die Serpentingruppen sind in der Regel schwarz, dunkelgr\u00fcn, weich oder hart, glasig und gl\u00e4nzend und sind oft von sp\u00e4teren grauen, gr\u00fcnen und sogar blauen Mineralien belegt. Die meisten Peridotiten von Valia Kalda enthalten etwas Serpentin. Als die Peridotitenvon Valia Kalda in Europa vorkammen, sogar auch nachdem das Meer vonTythyos verschwunden war, haben sich die Platten von Afrika und Europa gegenseitig vorandgetrieben. Dieses Vorandtreiben f\u00fchrte dazu, dass die Gesteine von Valia Kalda so lange glitten bis sie sich auf Gesteine j\u00fcngere Generation gelangten. Diese Gesteine hei\u00dfen im allgemeinen<em>\u201eFlysch\u201c<\/em> und bestehen aus Sedimenten, die aus der Erosion des europ\u00e4ischen Kontinents entstehen. Sie werden danndurch Str\u00f6me weit von denFlussm\u00fcndungen getrieben. Die obengennante Gesteine sind weich, grau-gelb und bestehen haupts\u00e4chlich aus Schlamm, Ton und Sand. Diese Gesteine haben Schichten, weil sie in einem tiefen Meeresbecken durch Ansammlung von Sedimenten entstanden sind. Manche Schichten enthalten \u201eKonglomerat\u201c, d.h. kleine Steine vermengt mit Sand, andere sind aus Plankton entstanden und heute sind es Platten von wei\u00df \u2013 grau Kalkstein. Der <em>\u201eFlysch\u201c<\/em> und der Kalkstein erscheinen in den unteren Teilendes Tales Valia Kalda. Diese Sedimente, werden <em>\u201eFlysch\u201c<\/em> von Pindos gennant und in vielen Gebieten von nord Griechenland aber auch in Albanien angetroffen.<\/p>\n<p>Das \u00d6kosystem von Valia Kalda ist das Ergebnis aus 170 Millionen Jahren geologischer Geschichte. Seinen Schutz verdankt es seiner Isolation und nur in den letzten Jahren wird es vom Forstdienst besch\u00fctzt. Wenn es nicht richtig verwaltet w\u00fcrde, k\u00f6nnte es innerhalb k\u00fcrzester Zeit unwiederruflich ver\u00e4ndert werden.<strong><em> \u201e<\/em><\/strong><strong>Wenn wir im Schatteneiner Platane sitzen -eine Lebensform<\/strong><strong>, die sich seit derDinosaurierzeit wenig ver\u00e4ndert hat \u2013teilen wir von mindestens 100 Millionen Jahren Geschichte.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>\u201eWenn wir <\/em><\/strong><strong>einen Berg wie Orliakas beobachten<\/strong><strong>, sehen wir 80.000.000 Jahre von Geschichte auf einem Blick.\u201c <\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Dr. Anna Rassiou<\/em><\/strong><strong><em><br \/>\n<\/em><\/strong><strong><em>Geologin<\/em><\/strong><strong><em> des Instituts f\u00fcr Geologi- und Mineralforschung<\/em><\/strong>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row row_type=&#8220;row&#8220; use_row_as_full_screen_section=&#8220;no&#8220; type=&#8220;full_width&#8220; angled_section=&#8220;no&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; background_image_as_pattern=&#8220;without_pattern&#8220; css_animation=&#8220;&#8220;][vc_column][vc_empty_space][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row row_type=&#8220;row&#8220; use_row_as_full_screen_section=&#8220;no&#8220; type=&#8220;full_width&#8220; angled_section=&#8220;no&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; background_image_as_pattern=&#8220;without_pattern&#8220; css_animation=&#8220;&#8220;][vc_column][vc_column_text]Im n\u00f6rdlichen und zentralen Teil des Nationalparks, d.h. auf Smolikas, Flampouro, Vasilitsa, Tsouka Rossa und die Berge von Lyggos (Augo, Mavrovouni) dominieren die ophiolithischen Gesteine. 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